Das Retten ist die wichtigste Aufgabe der Feuerwehren. Zur Rettung aus Höhen und Tiefen verfügt die Feuerwehr Haßfurt über verschiedene Geräte von tragbaren Leitern bis hin zu Absturzsicherungssätzen. Unser größtes Gerät zur Rettung aus Höhen und Tiefen ist die Drehleiter.

 

Die modernste und flexibelste Form von tragbaren Leitern ist die Multifunktionsleiter. Eine Multifunktionsleiter kann beispielsweise als Bockleiter oder auch als Stativ für Flutlichtstrahler verwendet werden. Es können auch zwei Multifunktionsleitern zusammengesetzt werden und so insgesamt eine vergleichbare Rettungshöhe wie mit einer vierteiligen Steckleiter erreicht werden. Auf dem Rüstwagen und dem Gerätewagen Logistik 2 werden jeweils eine dreiteilige, auf dem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 20 eine sechsteilige Multifunktionsleiter mitgeführt.

Eine Steckleiter (im Bild rechts) ist deutlich weniger vielseitig einsetzbar, als eine Multifunktionsleiter. Es können bis zu vier Steckleiterteile ineinandergesteckt werden. Mit vier Teilen reicht die Steckleiter gewöhnlich bis zum zweiten Obergeschoss. Alle Löschfahrzeuge mit Ausnahme des Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 20 verfügen über eine zwei- bis vierteilige Steckleiter.

 
 

Die tragbare Leiter, mit der die größte Rettungshöhe erreicht werden kann ist die Schiebleiter. Etwa bis zum dritten Obergeschoss reicht eine dreiteilige Schiebleiter. Die drei Leiterteile werden über ein Flaschenzugsystem ausgezogen. Auf dem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 20 und dem Löschgruppenfahrzeug 16-TS ist eine Schiebleiter verladen.

In Situationen, in denen keine anderen Rettungsgeräte wie Leitern zum Einsatz kommen können, kann der Sprungretter als Rettungsweg aufgestellt werden. Bis zu einer Höhe von 16 Metern kann dieser den Fall einer Person abbremsen. Da sich die Rettung über diesen deutlich gefährlicher gestaltet, als bei anderen Rettungsgeräten, wird er nur im Notfall eingesetzt. Der Sprungretter wird auf dem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 20 mitgeführt.

 

Beim Vorgehen von Einsatzkräften im absturzgefährdeten Bereich werden diese mithilfe eines Absturzsicherungssatzes gesichert. Hauptbestandteil des Gerätesatzes ist ein 60 Meter langes Kernmantel-Dynamikseil, welches einen möglichen Sturz durch seine Elastizität abfangen kann. Weiterhin enthält er zwei Auffanggurte, mehrere Bandschlingen, Karabinerhaken und diverses Zubehör. Die Drehleiter und der Rüstwagen verfügen jeweils über einen Absturzsicherungssatz.

Zur schonenden Rettung aus Höhen und Tiefen wird häufig der Gerätesatz Auf- und Abseilgerät (auch Rollgliss genannt) verwendet. Er funktioniert vereinfacht gesagt wie ein Flaschenzug. Personen können sitzend in einem Auffanggurt oder einem Rettungstuch, aber auch liegend in einer Schleifkorbtrage auf- beziehungsweise abgeseilt werden. Als Festpunkt können beispielsweise der Korb der Drehleiter oder der auf dem Rüstwagen mitgeführte Dreibock eingesetzt werden. Da beim Einsatz des Rollgliss stets eine Sicherung mit dem Absturzsicherungssatz erfolgen muss, sind jeweils beide Gerätesätze zusammen auf der Drehleiter und dem Rüstwagen verlastet.

   
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