Für Einsätze in giftigen Atmosphären, also wenn kein ausreichender Sauerstoffanteil in der Luft vorhanden ist (zum Beispiel bei Brandeinsätzen), wird die Atemschutzausrüstung genutzt. Diese darf von allen Feuerwehrangehörigen getragen werden, die mindestens 18 Jahre alt sind, die 24-stündige Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger abgeschlossen haben und körperlich fit sind. Zusätzlich zur Ausrüstung des PBI-Schutzanzugs besteht die Schutzausrüstung aus:

  • speziellen, für hohe Hitzeeinwirkung geeigneten, Schutzhandschuhen, da sich die normalen Schutzhandschuhe bei hohen Temperaturen zusammenziehen und zu schweren Verletzungen führen können,
  • einem Atemschutzgerät, mit dem komprimierte Atemluft in einer Atemluftflasche transportiert und an den Atemschutzgeräteträger abgegeben wird, womit eine umweltunabhängige Atemluftversorgung erreicht wird, die für einen Einsatz von etwa 30 Minuten ausreicht,
  • einer Atemschutzmaske, die luftdicht auf dem Gesicht angebracht wird, um die Verbindung zwischen dem Atemschutzgerät und der Einsatzkraft herzustellen,
  • einer Flammschutzhabe, um den Kopfbereich gegen Hitze und Wasser zu schützen,
  • einem Funkgerät, um den ständigen Sprechkontakt zur außerhalb des Gefahrenbereichs befindlichen Atemschutzüberwachung zu ermöglichen und damit auf Lage- und Notfallmeldungen jederzeit schnell reagieren zu können,
  • einer Fluchthaube, die zu rettenden Personen aufgesetzt werden kann, um diese sicher durch kurze verrauchte Abschnitte führen zu können,
  • einer Knickkopflampe, um eine möglichst gute Sicht im Einsatz zu gewährleisten,
  • und einem speziellen Leinenbeutel, der neben einer Feuerwehrleine auch eine Bandschlinge mit Karabiner, Holzkeile zum Verkeilen von Türen oder Fenstern, Markierungsstifte zum Markieren von bereits durchsuchten Räumen und eine Einsatzschere Köln beinhaltet.

Die im Atemschutzeinsatz mitgeführten Geräte werden hier genauer erklärt.

   
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