Auf dieser Seite möchten wir unseren Schutzanzug im Detail vorstellen. Durch Klick auf die kleinen Vorschaubilder öffnet sich die Großansicht der Bilder mit zugehöriger Erklärung. Mit Klick auf das Kreuz rechts oben oder mit der ESC-Taste kehren Sie zur Übersicht zurück. 

Durch einen Panikreißverschluss lässt sich die Jacke schnell öffnen und ablegen. Hierzu wird der Reißverschluss nach oben über eine Sicherung hinausgezogen und anschließend einfach seitlich auseinandergezogen.

Der Helm soll in erster Linie vor herabfallenden Gegenständen schützen. Der im hinteren Bereich angebrachte Nackenschutz soll das Eindringen von Glut verhindern. Der Gesichtsschutz (Visier) schützt das Gesicht der Einsatzkraft vor Splittern oder ähnlichem. Neben dem Gesichtsschutz kann optional ein getöntes Augenschutzvisier angebracht werden, das die Augen nochmals gesondert schützt und auch als Sonnenschutz dient. Ebenfalls optional kann eine Helmlampe angebracht werden, die die Sicht bei Dunkelheit verbessert. Durch die Reflexstreifen und die nachleuchtende Farbe des Helms wird die Sichtbarkeit verbessert. Durch einen Drehknopf an der Rückseite kann die Größe des Helms schnell verstellt werden, beispielsweise beim Tragen einer Atemschutzmaske.

Die linke Brusttasche ist für die Aufnahme eines Funkgeräts konzipiert. Sie ist in der Größe verstellbar und bietet Aussparungen für Antenne und externes Lautsprechermikrofon. Für die Anbringung des Lautsprechermikrofons stehen verschiedene Schlaufen am Schutzanzug zur Verfügung.

Auf der rechten Brust ist eine Halterung für eine Knickkopflampe angebracht. Speziell im Atemschutzeinsatz, aber auch bei allen anderen Tätigkeiten kann die Einsatzkraft so ein Beleuchtungsgerät mitführen, hat aber trotzdem die Hände frei zum Arbeiten. Neben der Lampenhalterung befindet sich eine Schlaufe zur Aufnahme eines Namensschilds, mit dem sich Atemschutzgeräteträger bei der Atemschutzüberwachung registrieren.

Auf beiden Oberarmen sind Taschen aufgesetzt, die auch mit Handschuhen und Atemschutzausrüstung gut erreichbar und zu öffnen sind. In der linken Oberarmtasche ist bei allen Atemschutzgeräteträgern einheitlich eine Bandschlinge untergebracht. Mit dieser Bandschlinge und der im Anzug angebrachten Rettungsschlaufe kann sich die Einsatzkraft an einem Festpunkt sichern.

Die Jacke ist mit widerstandfähigen Ellbogenpolstern ausgerüstet. Außerdem ist sie ergonomisch geschnitten, wodurch das Hinaufrutschen der Jacke, etwa bei Überkopfarbeiten, verhindert wird.

Die beiden großen Fronttaschen können durch die angebrachten Griffschlaufen auch mit Handschuhen gut geöffnet werden. In ihnen findet beispielsweise der Minikupplungsschlüssel Platz, mit dem alle Atemschutzgeräteträger, Maschinisten und Gruppenführer ausgerüstet sind. Neben seiner Funktion als Kupplungsschlüssel können mit ihm unter Anderem Steigleitungen in Gebäuden geöffnet und Batterien abgeklemmt werden.

Für die Brandbekämpfung und speziell den Innenangriff verfügt jeder Atemschutzgeräteträger über ein gesondertes Paar Handschuhe. Im Gegensatz zu den normalen Handschuhen halten diese großen Hitzeeinwirkungen stand ohne sich dabei zu verformen.

Die Jacke verfügt über Stulpen, die das Zurückrutschen der Ärmel verhindern. So entsteht eine größtenteils dichte Verbindung zwischen Jacke und Handschuhen.

An beiden Beinen sind Seitentaschen und darin Schlaufen zur Aufnahme von Handschuhen angebracht. Die rechte Seitentasche verfügt darüber hinaus über ein gesondertes Fach für ein Rettungsmesser.

Die Handschuhe für technische Hilfeleistung sind deutlich dünner, als die zur Brandbekämpfung. Damit bieten sie ein deutlich besseres Tastgefühl. Sie sollen vor allem vor Quetschungen und Schnittverletzungen schützen.

Die Feuerwehrschutzstiefel verfügen über eine Stahlsohle und –kappe, die Quetschungen und das Eindringen von spitzen Gegenständen verhindern. Durch Einstiegskeile in der Hose kann diese dicht an die Stiefel angelegt werden. Wie die Jacke verfügt auch die Hose an den Enden über Nässesperren, die dem Aufsaugen von Wasser durch die Kleidung vorbeugen.

Die Hose besitzt robuste Kniepolster, die das bodennahe Arbeiten vereinfachen. Wie die Jacke ist auch sie ergonomisch geschnitten, wodurch die Hosenbeine auch bei ausladenden Bewegungen nur leicht hochrutschen und die Kniepolster auf den Knien verbleiben.

     

 
     
     
 
     
 
     
 
     
     
 

Die Jacke verfügt über Innentaschen auf beiden Seiten. Im Schulterbereich befindet sich eine Polsterung. Sie soll auch beim Tragen eines Atemschutzgeräts das für den Hitzeschutz nötige Luftpolster aufrechterhalten.

An den beiden Griffschlaufen im Brustbereich können die Enden der im Anzug untergebrachten Rettungsschlaufe herausgezogen werden. Die beiden Enden werden mit einem Karabiner verbunden und in diesen mit einer Feuerwehrleine ein Halbmastwurf gelegt. So kann sich eine Einsatzkraft im Notfall selbstretten, also abseilen.

Mit der Rettungsschlaufe des Anzugs und einer Bandschlinge kann sich die Einsatzkraft an einem Festpunkt stationär sichern. Die ist in absturzgefährdeten Bereichen nötig, beispielsweise im Korb der Drehleiter.

Ein weiteres Beispiel für die Sicherung mit Rettungsschlaufe und Bandschlinge ist die Sicherung bei Arbeiten auf einer Leiter.

Im Nackenbereich der Jacke ist ein Tragegurt angebracht, der durch eine Griffschlaufe herausgezogen werden kann. Mit diesem Tragegurt kann eine verunfallte Einsatzkraft schnell und ohne weitere Hilfsmittel aus dem unmittelbaren Gefahrenbereich geschleift werden.

Analog zum Nackenbereich der Jacke, sind unterhalb der Seitentaschen zwei weitere Tragegurte in die Hose integriert. Mit den drei Tragegurten kann eine verunfallte Einsatzkraft auch getragen werden. Dies ist deutlich schonender als das Schleifen an nur einer Trageschlaufe, erfordert aber mindestens zwei Personen.

   
© Feuerwehr Haßfurt