Atemschutz

Der Bereich Atemschutz ist ein sehr umfangreiches Gebiet, das besonderen gesetzlichen Vorschriften unterliegt. Die Bedeutung dieser gesetzlichen Vorschriften wird uns täglich nach jedem Einsatz bewusst. Denn nur einwandfrei funktionierende Atemschutzgeräte schützen die Einsatzkräfte vor Brandrauch oder anderen schädigenden und giftigen Stoffen.

Die in der Atemschutz-Werkstatt eingesetzten Atemschutzgerätewarte sind für die Instandhaltung der Atemschutzgeräte der Feuerwehr verantwortlich. Die Atemschutzgerätewarte reinigen und desinfizieren die Atemschutzmasken und -geräte.

Die Freiwillige Feuerwehr Haßfurt besitzt zurzeit 43 Atemschutzgeräte und 77Atemschutzmasken. Als Standardgeräte kommen in Zukunft zwei Typen von Atemschutzgeräten zum Einsatz:

• Atemschutzgeräte mit einer Pressluftflasche, Einsatzzeit von etwa 30 Minuten
• Atemschutzgeräte mit zwei Pressluftflaschen, Einsatzzeit von etwa 60 Minuten (Langzeitatmer)

In naher Zukunft soll auch eine Prüfung der Funktionsfähigkeit nach Geräteherstellerangaben mit einem eigenen Prüfstand durchgeführt werden. Dieses Verfahren entspricht dann den vfdb-Richtlinien 08/04 und der BGR 190 (vfdb = Vereinigung zur Förderung des Brandschutzes, BGR = Richtlinien der Berufsgenossenschaften). Diese Prüfung wird momentan noch im Atemschutzzentrum des Landkreises durchgeführt.

 

Ausbildung

Alle Einsatzkräfte werden in einem Lehrgang nach der FwDV 7 Atemschutz und der BGR 190 Benutzung von Atemschutzgeräten zu Atemschutzgeräteträgern ausgebildet (FwDV = Feuerwehr-Dienstvorschrift).

Des Weiteren werden Fortbildung nach FwDV 7 und BGR 190 durchgeführt:

• Filterträger (Atemschutzmaske mit Atemfilter)
Atemschutzgeräteträger (Atemschutzmaske mit Atemschutzgerät)
CSA-Träger (CSA mit Atemschutzgerät)
• Atemschutztrainings wie Sicherheitstrupp, Suchtaktiken usw.

Jede atemschutztaugliche Einsatzkraft der Freiwilligen Feuerwehr Haßfurt muss innerhalb von 12 Monaten folgende Übungen absolvieren:

• eine Belastungsübung in einer Atemschutzübungsanlage
• eine Einsatzübung innerhalb einer taktischen Einheit

Ein realer Atemschutzeinsatz bringt die Einsatzkräfte oft an die Grenzen ihrer körperlichen und psychischen Möglichkeiten.

Seit mehreren Jahren versucht die Freiwillige Feuerwehr Haßfurt so viel Atemschutzgeräteträger wie nur möglich bei realitätsnahen "heißen" Übungen wie Brandcontainer oder Brandhaus weiterbilden zu lassen. Des Weiteren finden theoretische sowie praktische Übungen über das komplette Jahr hinweg statt.

Diese Übungen sollen zu einem Ausbildungsstand führen, der die Sicherheit der Einsatzkräfte und der zu rettenden Menschen wesentlich erhöht.

 

Das Team Atemschutz besteht derzeit aus: Gerhard Hönig (Leiter Atemschutz), Daniel Mertz, Klaus Grümpel, Kai Steigmeier, Markus Aigner (alle Atemschutzgerätewarte) und Thomas Finzel (Ausbilder Atemschutz).

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