Rettung & Transport
Auch wenn die Versorgung von Verletzten nicht primär Aufgabe der Feuerwehr ist, werden wir hier regelmäßig unterstützend tätig. So stellen unsere Einsatzkräfte bei Bedarf die Erstversorgung bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes sicher oder unterstützen, wenn die Anzahl von Verletzten die Kapazitäten übersteigt. Auch zum Transport von Verletzten werden diverse Geräte vorgehalten.
Notfallrucksack
Zur Versorgung von Verletzten werden auf den Fahrzeugen der Feuerwehr Haßfurt Notfallrucksäcke mit sanitätsdienstlicher Ausstattung mitgeführt. Neben Verbandsmaterial sind hier etwa verschiedene Mittel zur einfachen Diagnostik und zur Unterstützung der Reanimation enthalten. Speziell für Massenanfälle von Verletzten sind auch zwei Tourniquets zur schnellen Versorgung von stark blutenden Wunden verlastet.
AED
Als Hilfsmittel zur Herz-Lungen-Wiederbelebung führt die Feuerwehr Haßfurt auf dem ELW 1 einen automatischen externen Defibrillator, kurz AED, mit. Damit kann bei defibrillierbaren Herzrhythmusstörungen die Chance auf eine erfolgreiche Reanimation massiv erhöht werden. Insbesondere bei körperlich extrem anstrengenden Atemschutzeinsätzen schafft das Gerät eine zusätzliche Sicherheit für die Einsatzkräfte.
Bandschlinge
Eine denkbar einfache Tragehilfe ist die Bandschlinge. Diese wird vor allem zur Sofortrettung im Atemschutzeinsatz genutzt, weswegen sie in den mitgeführten Mehrzweckbeuteln der Atemschutztrupps beinhaltet ist. Bei der möglichst schnellen Rettung aus lebensgefährlichen Situationen wird die Bandschlinge unter die Achseln des Patienten geführt und die Person dann an der Schlinge hinter sich her geschleift. Aufgrund dieser nicht sehr schonenden Transportmethode, wird diese nur im äußersten Notfall genutzt.
Katastrophenschutztrage
Die älteste Form von Trage ist die Katastrophenschutztrage. Sie ist relativ einfach gehalten, mit ausziehbaren Griffen und zwei Gurten zur Sicherung des Patienten. Die Trage ist zusammenklappbar, um sie platzsparend transportieren zu können.
Schleifkorbtrage
Ein weiteres Tragegerät der Feuerwehr ist die Schleifkorbtrage. Durch ihre Wannenform wird der auf ihr befindliche Patient besser geschützt, als auf normalen Tragen. Weiterhin kann er mit vier Gurten fixiert werden, wodurch selbst ein senkrechter Transport möglich ist. In unwegsamem Gelände kann die Trage auch über den Boden geschleift werden. Mithilfe des zugehörigen Hebegeschirrs, kann die Schleifkorbtrage mittels Auf- und Abseilgerät von erhöhten Punkten – etwa dem Korb der Drehleiter – angehoben oder abgesenkt werden. Dabei wird der transportierte Patient zusätzlich mit dem Absturzsicherungssatz gesichert, um einen Absturz bei Materialversagen zu verhindern.
Schwerlasttrage
Zur Rettung von adipösen Personen verfügt die Feuerwehr Haßfurt über eine spezielle Schwerlasttrage. Sie wird analog zu einer normalen Schleifkorbtrage eingesetzt, ist jedoch deutlich breiter und stabiler gebaut.
Spineboard
Ein besonders platzsparendes Tragegerät ist das Spineboard oder Rettungsbrett. Es ist schmaler als eine herkömmliche Trage und Patienten können mithilfe von Klettbändern darauf fixiert werden. Mögliche Anwendungsfälle für das Spineboard sind das Umlagern von Patienten – zum Beispiel vom Boden in eine Schleifkorbtrage – oder die schonende Rettung eines Verletzten aus einem PKW nach Verkehrsunfällen. Auch bei der Wasserrettung kann das Spineboard zum Einsatz kommen, da es schwimmfähig ist.
Tragetuch
Tragetücher sind weitaus flexibler einsetzbar als normale Tragen, wobei sie weit weniger patientenschonend sind. Auf ihnen können Patienten sowohl liegend als auch sitzend transportiert werden. Vor allem bei beengten Verhältnissen, wie zum Beispiel in Treppenhäusern, werden sie genutzt. Auch zur Ausrüstung des Sicherungstrupps im Atemschutzeinsatz gehört ein Tragetuch. Speziell hierfür verfügen wir über extra große und stärker belastbare Tragetücher, um einen verunfallten Atemschutzgeräteträger mitsamt seinem Atemschutzgerät transportieren zu können.