Aktuelles  

   
Alarmzeit: 16.12.2018 - 19:38
Meldung: B3 - Brand Dachstuhl
Einsatzort: Zum Gründlein, Sailershausen
Alarmierte Einheiten: FF Sailershausen, FF Haßfurt, FF Augsfeld, FF Obertheres, FF Untertheres, FF Sylbach, FF Prappach, FF Wonfurt, FF Zeil, FF Sand, WF Sachs, UG-ÖEL, Polizei, BRK, THW

 

Am Sonntagabend wurde ein Großaufgebot von Rettungskräften zu einem Dachstuhlbrand nach Sailershausen alarmiert. Verletzt wurde dabei glücklicherweise niemand, das betroffene Gebäude wurde jedoch schwer beschädigt. Insgesamt waren weit mehr als 200 Einsatzkräfte mit der Bekämpfung des Brandes beschäftigt.

Um 19:38 erfolgte der erste Alarm für die Feuerwehren Sailershausen und Haßfurt unter dem Stichwort B3 – Brand Dachstuhl. Entgegen der ursprünglichen Alarmierung wurde in der nächsten Meldung mitgeteilt, dass sich noch Personen im Gebäude befinden sollen. Daher wurde noch während der Anfahrt der ersten Kräfte die Alarmstufe erhöht und weitere Feuerwehren nachgefordert. Bei Eintreffen der ersten Einheiten stand der Dachstuhl eines mehrstöckigen Wohngebäudes bereits lichterloh in Flammen. Der Brand drohte auf ein direkt angebautes zweites Gebäude überzugreifen. Als Erstmaßnahme wurde zunächst ein Innenangriff mit mehreren Trupps unter schwerem Atemschutz durchgeführt wodurch der Brand eingedämmt werden konnte.

Um jedoch für eine mögliche Ausbreitung des Brandes in der engen Dorfbebauung gerüstet zu sein, wurde vorsorglich eine großvolumige Löschwasserversorgung hergestellt. Da es keine offenen Gewässer in der näheren Umgebung gab, wurde nach Rücksprache mit dem Stadtwerk die Befüllung des nächsten Wasserhochbehälters verstärkt. Der Löschwasserbedarf konnte damit über das Hydrantennetz abgedeckt werden. In diesem Zusammenhang erwiesen sich auch die kürzlich beschafften Einsatz-Tablet mit digitalen Hydrantenplänen als sehr hilfreich, da schnell ein Überblick über die möglichen Löschwasserentnahmestellen zur Verfügung stand.

Obwohl das offene Feuer eingedämmt werden konnte, hatten sich mehrere Glutnester bereits in die Isolierungen von Wänden und Dachflächen gefressen. Aufgrund der erschwerten Zugänglichkeit konnte jedoch nur ein Teil dieser Bereich per Drehleiter erreicht werden. Das Öffnen und Ablöschen von außen war damit nur eingeschränkt möglich. Auch ein von der Werkfeuerwehr Sachs aus Schweinfurt angefordertes Gelenkmastfahrzeug schaffte hier keine Abhilfe. Daher mussten über mehrere Stunden von zahlreichen Atemschutztrupps die Dach- und Wandisolierungen von innen heraus geöffnet werden. Aufgrund des hohen Personalbedarfs mussten im Laufe des Einsatzes weitere Feuerwehren nachalarmiert werden. Bis in die Morgenstunden dauerten die Nachlöscharbeiten an.

Neben den Feuerwehren war auch das Rote Kreuz mit einem Großaufgebot von Einsatzkräften vor Ort. Zur Betreuung der erschöpften Atemschutzgeräteträger wurde eine Ruhezone in einer nahegelegenen Wirtschaft eingerichtet. Hier wurden die Einsatzkräfte medizinisch überwacht und mit trockener Wechselkleidung versorgt. Auch eine Versorgungsstelle wurde eingerichtet, an der die Einsatzkräfte Getränke und Essen erhielten. Weiterhin waren auch die Polizei und das THW Haßfurt mit jeweils mehreren Fahrzeugen vor Ort und Unterstützten die Einsatzmaßnahmen. Der Bauhof Haßfurt streute die Gehwege und Straßen um die Einsatzstelle ab, weil sich durch den entstandenen Wassernebel zum Teil Glatteis gebildet hatte.

Insgesamt waren knapp 250 Einsatzkräfte vor Ort, alleine etwa 180 von den Feuerwehren. Im Einsatz waren die Freiwilligen Feuerwehren aus Sailershausen, Haßfurt, Obertheres, Sylbach, Augsfeld, Untertheres, Prappach, Wonfurt, Zeil und Sand, die Werkfeuerwehr Sachs, die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung, das BRK Haßberge, das THW Haßfurt und die Polizei.

An dieser Stelle möchten wir uns nochmal bei allen beteiligten Feuerwehren, Behörden und Hilfsorganisationen, sowie der Integrierten Leitstelle für die sehr gute Zusammenarbeit bei diesem komplizierten und langwierigen Einsatz bedanken.

 

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