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Getunnelt wird ab sofort nicht mehr nur beim Dienstsport, sondern auch bei der Unfallrettung. Das ist nur eine Erkenntnis, die die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Haßfurt aus mehreren Schulungen zur technischen Hilfeleistung ziehen konnten. Unter Anleitung eines externen Ausbilders wurden in den vergangenen Monaten verschiedene moderne Techniken zur Rettung nach einem Verkehrsunfall praxisnah erprobt.

 

Die Zeiten, in denen die Feuerwehren nur Feuer löschten, sind seit Langem vorbei. Den bei Weitem größten Anteil der Einsätze nehmen mittlerweile technische Hilfeleistungen aller Art ein. Die wohl zeitkritischsten unter diesen sind Verkehrsunfälle mit eingeklemmten Personen. Um in diesen Fällen künftig noch effektiver Hilfe zu leisten, brachten sich in den vergangenen Monaten mehr als 20 Einsatzkräfte der Feuerwehr Haßfurt auf den neuesten Stand der modernen Unfallrettung. In einer gemeinsamen Basis- und zwei getrennten Aufbauschulungen erlernten sie verschiedenste Vorgehensweisen zur Befreiung und schonenden Rettung einer eingeklemmten Person. Angeleitet wurden sie dabei von einem externen Ausbilder, der unter anderem über jahrelange Einsatzerfahrung in einer Berufsfeuerwehr verfügt und sein Wissen gerne mit seinen freiwilligen Kameraden teilte.

Geübt wurde anhand verschiedener realitätsnaher Szenarien. Nach der Sicherung und dem Erstzugang durch ein Fenster wurde die verletzte Person jeweils zügig aus dem Fahrzeug befreit. Eine mögliche Rettungstechnik ist das oben erwähnte „Tunneln“, bei dem die Person über die weggespreizte Rücksitzbank und durch den Kofferraum aus dem PKW gezogen wird. Dank einer Schlinge um den Oberkörper - der so genannten Rettungsboa - und dem Rettungsbrett geschieht dies vergleichsweise schonend, also ohne übermäßige Bewegung der Wirbelsäule. Die weiteren Befreiungstechniken umfassten unter anderem die „große Seitenöffnung“, die „Fischdose“ und das „Fußraumfenster“, durch das das Armaturenbrett nach oben weggedrückt werden kann. Vom PKW auf den Reifen, über die Seitenlage, bis hin zum auf dem Dach liegenden Fahrzeug wurde der Schwierigkeitsgrad nach und nach gesteigert.

Neben den diversen Rettungstechniken stand auch die Einsatztaktik zur Abarbeitung eines Verkehrsunfalls im Vordergrund der Schulungen. Unter anderem die detaillierte Erkundung des Fahrzeuginnenraums zur Identifikation besonderer Gefahrenstellen, sowie die Markierung der geplanten Scherenschnitte durch die Einheitsführer wurden intensiv geübt. Einige theoretische Ausbildungseinheiten zu den Besonderheiten der erneuerbaren Antriebstechnologien rundeten die Ausbildungsreihe ab.

Nach den lehrreichen Ausbildungseinheiten ist die Feuerwehr Haßfurt nun noch besser auf die technische Rettung nach einem Verkehrsunfall vorbereitet. Aufgrund des durchweg positiven Feedbacks aller Teilnehmer sollen im kommenden Jahr erneut eine Basis- und eine Aufbauschulung abgehalten werden, um noch weitere Einsatzkräfte in den modernen Methoden der Unfallrettung fortzubilden.

 

  • 01_Bereitstellungsplane
  • 02_Erstzugang_durch_Kofferraumfenster
  • 03_Rettung_durch_Seitenfenster_mit_Rettungsboa_und_Rettungsbrett
  • 04_Tunneln_durch_den_Kofferraum_mit_Rettungsboa_lila_und_Rettungsbrett
  • 05_Wegdrcken_des_Lenkrads
  • 06_Hochdrcken_des_Vorderwagens_durch_das_Furaumfenster
  • 07_Wegdrcken_des_Vorderwagens_mit_Rettungszylindern
  • 08_Fischdose
  • 09
  • 10_ffnung_des_Kofferraums_mit_Spreizer_1
  • 11_ffnung_des_Kofferraums_mit_Spreizer_2
  • 12_Schnittmarkierung_auf_der_Frontscheibe
  • 13_Sgen_der_Frontscheibe
  • 14_Schneiden_der_C-Sule
  • 15_Sicherung_eines_PKW_in_Dachlage
  • 16_Aufspreizen_der_Tr
  • 17_berblick
  • 18_Gruppenbild_der_zweiten_Aufbauschulung

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© Feuerwehr Haßfurt

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