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Am gestrigen Samstag fand eine große Katastrophenschutzübung des Bayerischen Roten Kreuzes im Raum Haßfurt statt. Geübt wurde ein sogenannter Massenanfall von Verletzten. Dutzende Verletzte und rund 150 Helfer waren an der Übung beteiligt, darunter auch die Feuerwehr Haßfurt.

 

 

  

Gegen 13:15 begann die Einsatzübung mit dem Übungsalarm für die beteiligten Feuerwehr- und Rettungsdienstkräfte. Gemeldet wurde ein Unfall mit einem Ausflugsanhänger auf dem Feldweg in Verlängerung der Walter-Tron-Straße. Wie im echten Einsatz trafen zunächst einige Fahrzeuge des Rettungsdienstes an der Einsatzstelle ein. Sie sichteten zunächst die circa 50 Verletzten und Betroffenen und versorgten die am schwersten verletzten Personen.

Kurz nach dem Rettungsdienst trafen die Feuerwehren aus Haßfurt und Prappach ein. Die Einsatzkräfte der Feuerwehren unterstützten die Kollegen des Rettungsdienstes. Mehrere Verletzte wurden durch die Feuerwehr versorgt und unverletzte Beteiligte betreut. Im weiteren Verlauf kamen weitere Rettungsdienstfahrzeuge an. Diesen übergaben die Feuerwehren ihre Verletzten nach und nach. Neben der Verletztenversorgung unterstützten die Feuerwehren den Transport der Verletzten zu den beiden Verletztensammelstellen. Diese befanden sich jeweils einige hundert Meter ober- und unterhalb der Einsatzstelle. Von dort aus wurden die Verletzten schließlich von Rettungs- und Krankentransportwagen abtransportiert.

Nach etwas mehr als zwei Stunden musste die Übung dann allerdings im laufenden Betrieb abgebrochen werden. Ein Unwetter mit Gewitter und starkem Regen war in sehr kurzer Zeit aufgezogen. Um die Sicherheit der Einsatzkräfte und Verletztendarsteller nicht zu gefährden, begaben diese sich zurück zu den Fahrzeugen und fuhren zur Nachbesprechung in die Unterkunft des BRK.

An dieser Stelle wollen wir uns ganz herzlich beim BRK für die Organisation dieser großen und realistischen Einsatzübung bedanken. Auch wir als Feuerwehr konnten dabei mal wieder einiges lernen und für künftige echte Einsätze mitnehmen.

Weitere Bilder von der Übung gibt's auf der Facebook-Seite des BRK: LINK

 

Hintergrund: Die Freiwillige Feuerwehr Haßfurt verfügt über zwölf ausgebildete Sanitäter, die im Notfall die Zeit bis zur Übergabe an den Rettungsdienst mittels einer qualifizierten Erstversorgung überbrücken können. Zwar gehört die Versorgung von Verletzten nicht zum Alltagsgeschäft der Feuerwehr – speziell in der Kreisstadt ist aufgrund der hier ansässigen Rettungswache der Rettungsdienst mit seinen hauptamtlichen Einsatzkräften meist vor den ehrenamtlich besetzten Einheiten der Feuerwehr an der Einsatzstelle. Die Verletztenversorgung obliegt dann natürlich den Experten, während sich die Feuerwehr auf ihre anderen Aufgaben wie die Brandbekämpfung und die technische Hilfeleistung konzentrieren kann. Trotzdem kommt es auch bei der FF Haßfurt regelmäßig dazu, dass Verletzte von Feuerwehrkräften versorgt werden müssen. Etwa wenn der Rettungsdienst bereits bei anderen Einsätzen gebunden ist, oder die Zahl der Verletzten seine Kapazitäten in der Anfangsphase eines Einsatzes übersteigt. Ein Beispiel für einen solchen Massenanfall von Verletzten war die Massenkarambolage auf der BAB 70 im April 2016 mit zehn Verletzen. Hier waren die ersten Kräfte des Rettungsdienstes bei der Versorgung der Schwerverletzten gebunden, weshalb sich Kräfte der Feuerwehren mehrerer Leichtverletzter annahmen.

 

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